Beginnen wir das neue Jahr mit einem kleinen Blick zurück: 2021 war für die Finanz-Start-ups in Deutschland laut einer neuen Studie ein Rekordjahr. So bekamen junge Finanzfirmen im ersten Dreivierteljahr 3,2 Milliarden Euro Wagniskapital von Investoren. Eine schwindelerregende Summe, bedenkt man, dass das im selben Jahr das Business vieler Solo-Gründer*innen nicht überlebt hat. Das lag zum einen an den teils sehr undurchsichtigen Corona-Hilfen, zum anderen an der allgemeinen Wirtschaftslage. Die Aussichten diesbezüglich für 2022? Leider bisher nicht besser. Oder doch?

Positiv zu werten ist schon einmal, dass fast die Hälfte der 16- bis 24-Jährigen sich vorstellen können, ein eigenes Start-up zu gründen. Das jedenfalls hat eine YouGov-Umfrage im Auftrag von Samsung ergeben. Und wenn das so stimmt, dann wird es Zeit, dass Deutschland seine Prioritäten ändert. Weg vom Angestelltenland, wie es Sascha Lobo in seinem lesenswerten Artikel bezeichnet, hin zum Gründerland. Denn auch jene jungen Menschen, die sich vorstellen könnten, in die Selbstständigkeit zu gehen, haben laut Studie berechtigte Zweifel: fehlendes Wissen, schwerer Zugang zu finanziellen Mitteln und mangelnder Mut spielen die größte Rolle.

Mangelndem Mut begegnen

Die Ursache von mangelndem Mut liegt oft in fehlendem Wissen begründet – das heißt, schließt man Wissenslücken, stärkt das gleichzeitig die Zuversicht. Menschen, die wissen, worauf sie sich einlassen, die Wege kennen, die auch auf Störgrößen vorbereitet sind und über Hilfsangebote informiert sind, durchqueren Mut-Täler deutlich schneller. Gründer-Seminare bieten alles für den Wissenszuwachs und die meisten Universitäten bieten sie an, manche regulär als ABV-Kurs (Allgemeine Berufsvorbereitung), den man sich sogar auf die Leistungspunkte anrechnen lassen kann. Schlauer wäre aus unserer Sicht allerdings, wichtige Grundlagen schon in der Schule zu legen. Denn die Statistik zeigt deutlich, dass es ja nicht nur Studierende sind, die das Angestelltendasein abwählen. Und gerade Jugendliche haben oft schon sehr klare Vorstellungen davon, wo sie sich in der Zukunft sehen.

Finanzierung der Gründung

Die größte Hürde ist und bleibt bei jeder Gründung ganz unabhängig vom Alter die Finanzierung. Da krankt es in Deutschland nicht nur an den Hilfen für jene, die jetzt in der Corona-Krise besonders gebeutelt sind, sondern grundsätzlich an unkompliziert zugänglichen Töpfen für junge Gründer*innen. Staatliches Wagniskapital sozusagen. Und nicht jede Idee kann in der “Höhle des Löwen” auf Investoren hoffen. Also ist auch hier Kreativität gepaart mit Wissen gefragt. Gründerzentren sind eine gute Anlaufstelle, um Finanzierungspläne durchzusprechen oder sie zu erstellen. Essentiell für alle Gründer*innen sollte dabei auch sein, eine Rechtsform zu finden, die das Privatvermögen schützt. Denn ganz klar  ist: Gründungen können scheitern. Gründe dafür gibt es reichlich, die Erfahrung machen auch “alte Hasen”. Aus dem Scheitern heraus wieder aufzustehen, gelingt allerdings deutlich schneller, wenn nicht zusätzlich noch Existenzsorgen drücken.

Blick nach vorn: Wer scheitert, lernt.

Und wenn alles schiefgeht? Dann steht man am Ende eines Lernprozess und gleichzeitig am Anfang einer neuen Reise. Bausteine des Scheiterns lassen sich hervorragend zum Bau neuer Gründungsgebäude verwenden. Wie das geht? Das zeigen wir Dir gern. Nutze doch 2022 für ein Gründungskurs in der .garage Berlin. Dann wird das Jahr auf jeden Fall gut!