“Wer keine Vision hat, vermag weder große Hoffnung zu erfüllen, noch große Vorhaben zu verwirklichen”, so ein Zitat von  T. W. Wilson, US-amerikanischer Historiker und 28. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Damit ist schon viel gesagt, denn fragt man erfolgreiche Unternehmer*innen nach ihrem Geheimrezept, antworten viele, dass sie ohne eine große Vision, niemals da wären, wo sie heute stehen. Fortschritt wäre ohne Visionen einfach nicht denkbar.  Eine Vision darf nicht nur, nein sie muss groß sein.

Wie entwickelt man eine Vision?

Alles beginnt mit einer Idee. Man kennt den Weg noch nicht, probiert sich aus, testet, was funktioniert oder was funktioniert nicht? Man fragt andere Menschen nach ihren Ideen oder Meinungen und so bildet sich nach und nach ein klares Bild von dem, was man erreichen will. Fragen die helfen, sind:

– Wie machen es andere?
– Was können wir selbst optimieren?
– Was braucht die Menschheit/mein Wohnort/meine Straße/meine Community? Was fehlt?
– Was könnten man optimieren?
– Was liegt einem wirklich?

Nach und nach entsteht ein Bild, in das man einbindet, welche Zielgruppe man am liebsten als „Kunden“ und „Klienten“ hätte, welche Form der Arbeit die richtige ist, bis hin zu den Wunschkunden. Wichtig ist: keine Angst zu haben und einfach den ersten Schritt zu gehen. Und wenn Schwierigkeiten kommen, nicht aufzugeben, sondern dranzubleiben und die Gedankenhürden oder Zweifel als Teil des Wachstums zu integrieren.

Trägt eine Anfangsvision über die Jahre?

Ganz klar: Ja. Besonders in einem dichten Markt ist die Vision der Leitstern. Das, was ein Unternehmen von anderen abheben kann. Visionen sind häufig von Werten geprägt: Mut und Idealismus gehören dazu. Aber letztendlich braucht es auch eine kleine Prise Verrücktheit und Verwegenheit, um sich auf den Weg zu machen. Ganz wichtig auch: Commitment, also eine Art freiwillige Selbstverpflichtung, die besagt: Komme was wolle, von dieser Vision lasse ich nicht ab.

Verändert sich eine Vision oder sind eher die Ziele flexibel?

In der Regel bleibt eine Vision konstant. Sie steht wie ein Leitstern über allem, spannt einen Bogen um das Unternehmen, die Führung, die Mitarbeitenden. Sie ist das, was die Kund*innen in der Außenwirkung unbewusst wahrnehmen – etwas, das mitschwingt. Visionen verändern sich auch in schwierigen Phasen nicht, sondern sind das, was ein Unternehmen über die Phasen trägt. Wer seine Vision kennt, kann die Segel setzen – wer sie nicht kennt oder hat, für den ist kein Wind richtig. Ziele können sich ändern. Sie sollten sogar flexibel gehalten werden. Aber eine Vision

Wie groß sollte eine Vision sein?

Nicht zu groß und nicht zu klein. Sie muss groß genug sein, um sie hinter Schwierigkeiten noch zu sehen. Zu groß wäre allerdings nicht hilfreich, da man sonst Gefahr läuft, sich zu verlieren. Wir alle wollen die Welt retten, nur lässt sich dieser Wunsch nicht in ein Unternehmen packen. Wenn man genauer hinschaut, ist es meist auch nicht die ganze Welt, sondern ein Teilaspekt und den gilt es zu finden und auszugestalten. Wichtig ist, nicht nur das Produkt oder das Unternehmen darin zu spiegeln, sondern auch sich selbst. Wer bin ich innerhalb dieser Vision? Welche Rolle spiele ich? Wie fühlt es sich an, an etwas zu glauben? Wichtig ist, das alles schriftlich festzuhalten. Manche Unternehmer*innen drucken sich ihre Vision aus und hängen sie deutlich sichtbar auf. Andere fertigen ein Visionsbild an. Wie auch immer man sich entscheidet – die Vision ist kraftvoller, wenn wir sie vor uns sehen. Groß und inspirierend.