Neulich musste ich mich vorstellen und auch ein paar Worte zu meinem beruflichen Werdegang sagen. Ich erzählte, dass ich im letzten Jahr eine Firma gegründet habe und jemand wollte wissen, was genau diese Firma macht. Als ich kurz überlegte, wie ich es in zwei, drei Sätzen zusammenfassen könnte, wurde mir wieder klar, wie wichtig der Elevator Pitch für Gründer*innen ist.

„Stell Dir vor, Du stehst im Fahrstuhl zufällig einem potentiellen Auftraggeber gegenüber und Du hast genau zehn Stockwerke Zeit, ihn von Deinem Projekt oder Deiner Gründer-Idee zu überzeugen.“ Im Grunde kann man den Elevator Pitch so zusammenfassen. Gerade Gründer*innen sollten jede Gelegenheit nutzen, auf Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung aufmerksam zu machen. Oft kann man so Kunden gewinnen, ohne ein großes Marketing-Budget einzusetzen. Ebenso lassen sich Sponsoren, Geldgeber oder Fans auf diese Weise gewinnen. Do wie pitcht man richtig? Worauf kommt es an? Was ist wichtig?

Zunächst einmal die drei W’s:

  • Wer bist Du?
  • Was machst Du?
  • Was haben Deine Kunden davon?
Mit fünf Punkten zum Erfolg:

Um diese Fragen kurz und knapp und doch packend und detailliert beantworten zu können, musst Du allerdings etwas tiefer tauchen. Solltest Du schon einen Business-Plan geschrieben haben, können Dir die nachfolgend aufgeführten  Punkte helfen.

1. Benenne klar die Zielgruppe:

Wen erreichst Du mit Deinem Produkt/Deiner Dienstleistung: Kunden, Partner, Geldgeber? Wichtig ist es, sich in die Lage des Gegenübers zu versetzen. Was könnte ihn oder sie interessieren?

2. Lege einen Köder aus.

Dazu ist es hilfreich, ab und an sehr aufmerksam Zeitung zu lesen. Wie steigen die Autoren in die Texte ein, die Dich fesseln? Meist mit einer Frage, einer Behauptung, einer Metapher oder einem Bild. Manchmal auch mit einer These. Damit gewinnt man Aufmerksamkeit. Übernimm das für Deinen Pitch.

3. Keep it short and simple.

Verzichte auf Fremdwörter, auf verworrene und abstrakten Formulierungen und vor allem auf Fachbegriffe. Mach es wie Christoph Biemann in der „Sendung mit der Maus“. Er vermag es, mit Bildern und einfachen klaren Sätzen, komplizierte Zusammenhänge rüberzubringen, so dass sie auch von Kindern verstanden werden.

4. Zeige, dass Du ein Problemlöser bist!

Kaum etwas ist für Zuhörer so ermüdend, wie ein Monolog über das tolle Produkt, das XY gerade kreiert hat. Wirklich spannend dagegen ist es, zu erfahren, welches Problem dieses Produkt lösen kann. So schafft man Neugier, in dem man seinem Gegenüber die sprichwörtliche Karotte vor die Nase hängt. Du hast das Problem und ich habe die Lösung.

5. Wodurch unterscheidest Du Dich von anderen?

Sollte es diese Lösung allerdings von vielen Anbietern geben, ist es wichtig zu sagen, wie man sich von den Mitbewerbern abhebt. Welchen Vorteil bietest Du? Und hier ist es hilfreich, nicht auf 08/15 Formulierungen zurückzugreifen. Guten Service bieten angeblich alle und unschlagbar günstig wollen auch alle sein. Finde also Deinen eigenen Slogan – das, was Dich abhebt.

Hast Du alle Punkte für Dich geklärt, heißt es üben, denn schließlich soll das ja nicht aufgesagt, sondern locker daherkommen. Am besten übst Du mit Freunden zusammen, die Dir gleich ein Feedback geben können.