Es ist wieder soweit. Die Bewerbungsphase für die Auszeichnung „Kultur- und  Kreativpiloten  Deutschland  2019“ läuft.  Zum zehnten Mal in Folge werden deutschlandweit insgesamt 32 Titelträger des Jahres gesucht. Bewerbungsschluss ist der 14. Juli. Für kreatives Unternehmertum setzt der Titel dabei ein nachhaltiges Zeichen, denn 90 Prozent aller bisher ausgezeichneten Unternehmen sind heute noch am Markt und profitieren langfristig von dem vielseitigen Unternehmer*innen-Netzwerk.
Also heißt es jetzt für alle, die noch dabei sein wollen: schnell sein!

Die Kreativunternehmer in Deutschland sind hoch innovativ und sehr ideenreich – wir brauchen sie für unsere Gesellschaft und für die Gesamtwirtschaft. Mit der Auszeichnung wollen wir den kreativen Nachwuchs auf seinem unternehmerischen Weg unterstützen und die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer für Mut und Ideenreichtum  würdigen“. So formuliert es  2014 Brigitte Zypries, damals Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie. Peter Altmaier sieht heute in der Vielfalt der Kultur- und Kreativwirtschaft mehr als das „Sahnehäubchen“, das eine hoch entwickelte Volkswirtschaft ziert. Er meint, dass sie diese Volkswirtschaft widerstandsfähiger und zukunftssicherer macht. Weil die Kultur- und Kreativwirtschaft Potenziale nutzt, an denen konventionellere Branchen oft vorbeigehen.

So liest man auf der Seite der Kultur- und Kreativpiloten: „Sie (die Kultur- und Kreativwirtschaft) bietet Raum für Menschen, bei denen sich nicht gleich im ersten Anlauf Geburt und Bildung und Beruf glücklich fügten. So wie Patrick Rump, der aus schwierigen Verhältnissen kommt und seine Rettung im Leistungssport fand. Heute ist er Mitgründer des Sportcoaching-Startups „Gjuum“ und hilft Weltklasse-Tänzer*innen dabei, gegen schwere Verletzungen anzutrainieren. Und arbeitet mit Jugendlichen, die wie er keinen leichten Start ins Leben hatten.“

Die Kultur- und Kreativpiloten der letzten Jahrgänge haben es bewiesen: Mit Kreativität und Unternehmergeist finden sie Antworten auf Fragen der klassischen Industrien bis hin zur Weltraumforschung – wie z. B. Kristina Wißling, mit ihrer Origami-Faltkunst für Sonnensegel, die sich im All planmäßig entfalten; oder sie finden sogar Wege, der Massenobdachlosigkeit in Krisengebieten Einhalt zu gebieten – wie Daniel Kerber, mit seinem Projekt morethanshelters. Sie sind Designer, Musiker, Filmemacher, Künstler oder arbeiten als Querdenker und Visionäre in anderen kreativen Branchen; sie sind Gestalter, Neudenker und ihr eigener Chef.

Was erwartet die Ausgezeichneten?

Ausgezeichnet werden 32 Kreativunternehmungen aus ganz Deutschland. Laut der Veranstalter  ist „Kultur– und Kreativpiloten  Deutschland“  aber weit mehr als eine offizielle Auszeichnung – für die Titelträger „ist es der Beginn einer gemeinsamen Geschichte“. Sie werden Teil einer Gemeinschaft aus ähnlich arbeitenden Unternehmern und Unternehmerinnen. Im Verlauf des Jahres nehmen sie gemeinsam an mehreren Workshops teil und treffen dort Persönlichkeiten, die ihre Geschichten miteinander teilen, um sich gegenseitig unternehmerisch weiterzubringen. Erfahrungsaustausch steht hier an oberster Stelle. Außerdem bekommt jeder der Ausgezeichneten zwei Mentoren an die Seite gestellt, die das ganze Jahr über als Sparringspartner bereitstehen – sie reflektieren die Ideen, geben Denkanstöße und schauen mit den Ausgezeichneten darauf, wie nächste Schritte aussehen. Die Auszeichnung  „Kultur- und Kreativpiloten  Deutschland“  ist  aber  vor  allem:  Was   die Teilnehmer der letzten vier Jahrgänge daraus gemacht haben und was zukünftige Titelträger daraus machen werden!

Wie kann man sich bewerben?

Bewerbungen sind bis zum 14. Juli 2014 über die Homepage www.kultur- kreativpiloten.de möglich. Für die Teilnahme reichen eine Ideenbeschreibung, eine Darlegung der Motivation – Kultur- und Kreativpilot zu werden – sowie ein Lebenslauf.

Wer steht dahinter?

Organisatoren der Auszeichnung Kultur- und Kreativpiloten Deutschland sind das u-institut (Institut an der Hochschule Bremen). Förderer ist die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung, ein Projekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Also – wenn Ihr eine tolle Idee  habt oder ein innovatives Kultur- oder Kreativunternehmen führt, dann bewerbt Euch! Abgesehen davon lohnt es sich wirklich, die Homepage zu besuchen und sich die Titelträger der letzten Jahre anzuschauen.