Wie fördert man ein Team?

Team am Tisch von oben fotografiert

Einem Team vorzustehen, plötzlich Chef*in zu sein, ist für die meisten Gründer*innen Neuland. Und nicht nur das – viele haben selbst noch in Strukturen gearbeitet, in denen die klassische „von oben herab“ Hierarchie angesagt war. Die hat aber ausgedient, weshalb nun die Frage drängt: Wie fördere und motiviere ich mein Team?

Vor einiger Zeit gab es einen Artikel auf Spiegel Online, in dem darüber berichtet wurde, dass die Generation Z, die jungen Menschen also, die derzeit den Arbeitsmarkt betreten, ganz andere Vorstellungen, Werte und Erwartungen haben, als die Generationen davor. Das hohe Gehalt oder die Bindung an den/die eine/n Arbeitgeber*in haben ausgedient – was zählt sind Flexibilität, ein gutes Arbeitsklima, Spaß, Sinn und Selbstverwirklichung statt Führung.

Team-Qualität

Damit sind wir bei einem wichtigen Punkt, denn wenn man ein gemischtes Team – sprich unterschiedliche Generationen in einem Team vereint, kann es schnell zu Reibereien und Unstimmigkeiten kommen. Das erfordert von Dir als Gründer*in eine hohe Bereitschaft zu „offenen Ohren“. Du musst dicht an Deinem Team dran sein, um Spannungen rechtzeitig zu erkennen. Aber weit genug weg, um nicht als Kontrollfreak zu gelten. Zuhören ist ein wichtiger Faktor, Feedback geben ebenso. Setze Dich mit den Erwartungen der Teammitglieder auseinander und sucht nach dem gemeinsamen Nenner.

Das Thema Selbstwirksamkeit

Gerade für die Generationen Z spielt das Thema Selbstwirksamkeit eine unglaublich große Rolle. Wenige von ihnen wollen noch klassisch „geführt“ werden. Diese Generation verfügt über ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Autonomie. Das verlangt von Dir als Gründer*in ein stabiles Maß an Vertrauen in Dein Team. Und es erfordert die Schaffung eines Arbeitsumfeldes, in dem selbstbestimmtes Handeln möglich ist. Zwang und Kontrolle, wie zum Beispiel die früher beliebte Stechuhr oder die permanente Abfrage von Arbeitsergebnissen, haben ausgedient. Befehle von oben herab sind vielleicht in Krisensituationen noch angebracht – im normalen Arbeitsalltag dagegen werden sie von vielen als demotivierend empfunden.

Sei der Coach für Dein Team

Ein Coach gibt keine Lösungen vor, sondern begleitet im besten Fall den Weg zur Lösung. Dafür braucht es Freiheit, Klarheit und Wertschätzung für Etappensiege. Auch wenn Du es vielleicht anders erfahren oder gelernt hast – die Zeiten ändern sich eben. Achte ebenso drauf, nicht nur die strategischen Ziele im Blickfeld zu haben, sondern immer auch die Werte, für die Dein Unternehmen steht. Sind die klar kommuniziert und entsprechen sie dem, wonach die jungen Generationen streben, dann fällt es auch leichter, Mitarbeitende im Team zu halten.

Fazit

Unterm Strich lässt sich sagen: Wer es schafft, als Unternehmer*in die Motivation zu erhalten und zu fördern, die in den Menschen natürlicherweise angelegt ist, nämlich etwas zu leisten und sich zu entwickeln, der wird keine Schwierigkeiten haben, ein gutes Team zu finden und zu führen.